Saisonvorschau NFC West: 49ers, Cardinals, Rams und Seahawks

Die NFC West gehört in der kommenden Saison mit zu den Spannendsten: Können die Rams ihren Titel verteidigen? Und wie reagieren die Seahawks auf den Abgang von Russell Wilson?

San Francisco 49ers

Jimmy Gs Zeiten in San Francisco sind vorbei. Und wenn wir ehrlich sind, war das schon lange überfällig. Denn die 49ers haben es nicht wegen Garoppolo sondern trotz ihres Quarterbacks in das NFC Championship Game geschafft. Jetzt darf Trey Lance zeigen was in ihm steckt. Während die Offensive Line nicht so solide wie in den Vorjahren erscheint, bekommt Lance mit Deebo Samuel und Brandon Aiyuk zwei gefährliche Waffen an die Seite. Die Defense der 49ers bleibt stabil, vor allem in die Secondary hat man investiert – hier kam unter anderem Charvarius Ward von den Kansas City Chiefs. Alles in allem ist die Franchise aus San Francisco immer für eine Überraschung gut, wie erfolgreich man abschneidet, wird aber maßgeblich von Trey Lance abhängen.

Arizona Cardinals

Wir erinnern uns – Anfang der letzten Saison beeindruckten die Cardinals die ganze Liga. Sieben Siege in Folge zeigten, was in dem Team aus Arizona stecken kann. Selbst den späteren Super Bowl Gewinner aus Los Angeles fertigte man locker leicht ab. Doch dann brachen die Cardinals ein, konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Für die neue Saison gibt es gemischte Gefühle: Star-Receiver DeAndre Hopkins wird sechs Spiele wegen Dopings fehlen. Outside Linebacker Chandler Jones und Linebacker Jordan Hicks werden ab September nicht mehr im Dress der Cardinals auflaufen. Dafür kommt mit Marquise Brown ein erfahrener Receiver von den Ravens. So oder so, Kliff Kingsbury und Co muss man wieder auf dem Schirm haben.

Los Angeles Rams

Können sie ihren Titel verteidigen? Diese Frage stellen sich Footballfans gerade auf der ganzen Welt. Denn viel hat sich am harten Kern der Rams nicht getan. Aaron Donald beendet seine Karriere nicht, sondern zeigt in zahlreichen Videos wie hart er auch in dieser Off Season an sich arbeitet. Matthew Stafford, Cooper Kupp und Head Coach Sean McVay bilden wieder das Gerüst der starken Offense. Aber auch Los Angeles muss in manchen Bereichen ihr Roster umbauen, unter anderem hatte Oldie Andrew Whitworth sich in den Ruhestand verabschiedet und Odell Beckham Junior fällt mit Kreuzbandriss aus (der Vertrag war sowieso ausgelaufen). Doch das bietet vielen Nachwuchsspielern gleichzeitig eine große Chance sich beim Super Bowl Contender einen Namen zu machen.

Seattle Seahawks

Die Schocknachricht, dass Russel Wilson nach neun Jahren seine Seahawks verlässt, steckt immer noch in den Gliedern der Fans. Auch nach einigen Wochen und dem NFL Draft, steht besonders auf der Position des Quarterbacks ein großes Fragezeichen. Weder Drew Lock, noch Geno Smith haben eigentlich das Zeug zum Starter. Aber wer weiß, vielleicht holt man ja doch noch Baker Mayfield? Ansonsten gilt es für Pete Carroll die Weichen für die Zukunft zu stellen, große Erwartungen sollte man nicht an die neue Spielzeit stellen. Während vor allem in der O-Line Rookies ran müssen, hat man zumindest Metcalf und Lockett halten können. Hinzu kommt Noah Fant, der als Tight End in Denver positiv auf sich aufmerksam machen konnte. An diesem Roster ist definitiv nicht alles schlecht, aber viele Spieler werden Zeit brauchen, um sich entwickeln zu können.

Unser Gewinner der NFC West: Los Angeles Rams

Ob die Rams ihren Titel verteidigen können steht in den Sternen. Aber dass sie immer noch das beste Team der NFC West sind, das steht für uns zumindest seit Vertragsverlängerung mit Aaron Donald fest. Die Cardinals und 49ers könnten zwar auch in der neuen Spielzeit wieder gefährlich werden, rein von der Kaderstärke und spielerischen Qualität hat der Super Bowl Gewinner von 2022 aber immer noch die Nase vorne.

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