Champions League Halbfinale: Paris St. Germain vs Manchester City

Im zweiten Halbfinale der diesjährigen Champions-League Playoffs trifft am Mittwoch im Prinzenpark zu Paris PSG auf Manchester City. Dabei hat das Spiel auch eine bemerkenswerte geopolitische Dimension: Immerhin war das finanziell hinter Man City stehende Emirat Abu Dhabi treibende Kraft der wirtschaftlichen Blockade des Emirats Katar, seinerseits Haupteigner bei PSG. Ob dieser Konflikt, wie einst 1986 im auf den Falklandkrieg folgenden WM-Viertelfinale Argentinien-England, zu größerer Hitzigkeit auf dem Platz führen wird, bleibt abzuwarten.

Im Viertelfinale setzten sich beide Teams jeweils gegen deutsche Mannschaften durch. Dabei wurde es sowohl für PSG gegen die Bayern als auch für City gegen Dortmund teilweise recht eng. Dass beide Mannschaften nun nur noch zwei Partien vom Endspiel entfernt sind haben sie zumindest auf den ersten Blick ihren Offensivreihen zu verdanken. Über das „Magische Dreieck“ der Pariser aus Neymar, Mbappé und di Maria wurde schon viel berichtet und geschwärmt – aber auch die Citizens sehen ihr Heil eher im Angriffsspiel.

So bemerkte Coach Pep Guardiola vor der Partie: „Wir sind nicht so gut im Abwehrbereich, wir sind nicht die beste Mannschaft […] Wir sind gut mit dem Ball, wir rennen viel mit dem Ball.“ Natürlich stapelt Guardiola hier bewusst ein wenig tief. Immerhin ist Man City in der Premier League nicht nur souveräner Spitzenreiter sondern hat auch mit Abstand die wenigsten Gegentore kassiert. Aber auch die Abwehr der Franzosen ist nicht zu unterschätzen. Immerhin gelang es ihnen im Viertelfinalrückspiel sogar ohne Abwehrchef Marquinhos extrem wenige Torchancen zuzulassen, obwohl vom FC Bayern aufgrund der Ausgangslage extrem hoher Druck zu erwarten war.

Insbesondere das Hinspiel dürfte daher nicht so zwingend auf ein offensives Feuerwerk hinauslaufen, wie sich das vielleicht der neutrale Zuschauer erhoffen würde. Gerade weil es für beide Teams einen gigantischen Makel darstellt, trotz der finanziellen Bemühungen der letzten Jahre noch keinen Champions League Titel gewonnen zu haben, geht es für die Mannschaften um extrem viel. Das trägt wiederum zusätzlich zu einer geringeren Risikofreudigkeit bei. Eine solche Ausgangssituation spielt der Heimmannschaft um Coach Mauricio Pochettino in die Karten. Denn je weniger Chancen in einem Spiel kreiert werden, desto mehr fallen Einzelkönner ins Gewicht, die mit ihrer Technik und Geschwindigkeit aus vergleichsweise harmlosen Situationen heraus brandgefährlich agieren können. Hier liegt der Vorteil trotz der nicht zu vernachlässigenden Offensivqualitäten der Citizens bei den Parisern.

Tipp: Sieg Paris St. Germain @ 3.20 bei bet365

Ersten Kommentar schreiben

Antworten