Draft-Zeugnis AFC East: Patriots, Bills, Dolphins & Jets

Der Draft 2021 ist abgeschlossen, manche NFL-Teams haben uns positiv überrascht, bei anderen schlugen die Fans entsetzt die Hände über den Köpfen zusammen. Wir bei NFL Tippster nehmen die Erstrunden-Draftpicks der verschiedenen Divisions genauer unter die Lupe – gestartet wird mit der AFC East.

New England Patriots 

Mit mehr Glück als Verstand fiel den Patriots ihr Wunschkandidat beim diesjährigen Draft in den Schoß, ohne dass sie dafür viel tun mussten. An Nr. 15 hätte man nicht vermuten können, dass noch einer der Top 5 Quarterbacks verfügbar wäre, doch genau das war der Fall. Mit QB Mac Jones lösen die Patriots damit ihren Need ohne dafür auch nur einen Platz nach vorne getradet haben zu müssen. Viele sehen in Jones bereits einen jungen Tom Brady und zugegeben es gibt einige Parallelen wie die Genauigkeit, das Gespür, die Bewegungen in der Pocket oder auch sein Umgang mit tiefen Bällen. Für Mastermind Bill Belichick hätte es nicht besser laufen können, denn er möchte Jones über die kommenden Jahre langsam zum Franchise-QB aufbauen, starten soll deshalb in der kommenden Saison erst einmal Cam Newton.

Note: 2 (günstiger Pick, perfekter Fit, hilft dem Team aber erst auf lange Sicht)

Buffalo Bills

Recht spät im Draft an Nr.30 waren die Buffalo Bills mit ihrem Pick dran und entschieden sich für Defensive End Gregory Rousseau. Die Wahl der Bills macht auf jeden Fall Sinn, da das Team Bedarf auf der Position hat und ein Spieler mit dem Talent von Rousseau zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr verfügbar gewesen wäre. Gleichzeitig spricht für den 21-Jährigen, dass er sowohl als Defensive End als auch als Interior Pass-Rusher einsetzbar ist. Neben Ed Oliver kann er Druck in der Defense der Bills aufbauen, den sie in der letzten Saison oft vermisst haben.

Note: 2 (wird zwar zunächst rotieren, Bills haben den späten Pick aber ideal ausgenutzt, gewinnen Tiefe im Roster)

Miami Dolphins

Mit einem so frühen Pick (Nr.6) wurde einiges von den Dolphins erwartet und sie lieferten auch dementsprechend ab. Mit WR Jaylen Waddle holt die Franchise aus Florida eine explosive Waffe für Tua Tagovailoa, der in seine zweite Saison als Starter geht. Schnelligkeit und Explosivität waren zwei Baustellen in der Offense der Dolphins, weshalb die Verpflichtung Waddles schlüssig ist. Waddle kann sofort starten und voraussichtlich einer der Playmaker werden. Doch der Trade von Nr.12 auf Nr. 6 war teuer, man hat den Erstrundenpick im kommenden Jahr abgegeben, um sich Waddle zu sichern. Möglich, dass sie diesen Move noch bereuen könnten.

Note: 3 (Waddle kann dem Angriff der Dolphins sofort helfen, gemeinsam mit Tua bildet der junge WR eine der spannendsten Angriffe der Liga, gleichzeitig war der Pick recht teuer)

New York Jets

Nachdem Sam Darnold zu den Panthers getradet wurde, war schnell klar, dass die Jets sich mit ihrem Nr.2 Pick einen Franchise QB holen werden. Ihre Wahl fiel auf Zach Wilson, der eine herausragende Saison 2020 gespielt hatte. Doch erst 2018 hatten die Jets große Hoffnungen auf die Entwicklung von Sam Darnold gesetzt, der an drei gepickte Quarterback hatte sein ursprüngliches Talent aber in den letzten beiden Saisons nicht wirklich zeigen können. Die Jets haben es seit der Saison 2015 nicht mehr in die Playoffs geschafft und haben in den letzten fünf Jahren keine Saison mit einer positiven Bilanz beendet. Entsprechend kritisch sollte man auch die Verpflichtung Wilsons betrachten – der Rookie-QB kann in seiner ersten NFL-Saison keine Wunder vollbringen. Ob er liefern kann, was die Jets sich von ihm erhoffen, wird man erst Ende der Saison mit Sicherheit sagen können.

Note: 2 (guter Fit, Need wurde gecovered, bräuchte aber womöglich mehr Zeit um in die Rolle als Franchise QB herein zu wachsen)